Print This Post Print This Post

Abofallen: 750.000 Deutsche bereits betroffen

Nach Schätzungen der Verbraucherzentrale wurden in 2007 bereits 750.000 Bundesbürger Opfer dieser Abofallen.

Das Schema ist dabei fast immer gleich. Die Kosten liegen mit der Ausnahme von Porno-Abofallen zwischen 39 und 75 €. Das vermeintliche Abo ist nur für den Nutzer erkennbar, welcher tatsächlich die allgemeinen Geschäftsbedingungen studiert. Wer nur in Erwartung der kostenlosen Information seine persönlichen Angaben eintippt, die Kenntnisnahme der AGB mit einem Hacken bestätigt und dann auf den weiter Button drückt, wird die Anmerkung am unteren Rand des Angebots gar nicht sehen.

Zirka 3 Wochen später bekommt man mitgeteilt, dass man ein Abo abgeschlossen hat von welchem man nichts wusste. Danach läuft die Maschinerie der Abzockfallenbetreiber an, Mahnungen, Inkassodrohungen, Schreiben von “Rechtsanwälten”.

Was tun ?

Als Anwalt tut man sich schwer zu sagen, einfach ignorieren. Die Abofallen gleichen immer wieder Ihre Angebote an ergangene Urteile an. Aus diesem Grunde kann eine Aussage, welche noch vor Wochen korrekt war nun falsch sein.

Aus diesem Grunde kann man nur raten den kompletten Schriftverkehr zu sammeln und damit zu einer Verbraucherzentrale oder einem Anwalt zu gehen um sich in dem jeweiligen konkreten Fall beraten zu lassen.

Wenn Sie Fragen oder einen konkreten Fall zu einer Abofalle haben, berichten wir gerne darüber. Sollten Sie darüber hinaus anwaltliche Hilfe benötigen, können sie sich auch über die Email: kiefer@law-expert.info an unsere Kanzlei wenden.

▌KWK ▌Rechtsanwälte, RA H. Kiefer ▌
Kanzlei für Neue Medien, Weinrecht, Arbeit und Steuern
Rechtsanwalt Holger Kiefer, Weinstr. Nord 40, 67487 Maikammer,berichtet zum Thema Abofallen und Informationstechnologie

Geschrieben in Abofallen | Keine Kommentare

Abofallen. nachbarschaftspost.com

Die Betroffenen erhalten einen Anruf, bei dem eine Bandstimme behauptet, dass ein Nachbar eine wichtige Nachricht für sie hinterlegt habe. Diese könne jedoch nur über die Website www. nachbarschaftspost.com abgerufen werden. Auf der Internetseite muss ein Zahlencode eingegeben werden, den die Bandstimme gleich diktiert.

Wer sich dann hier einloggt, soll das Angebot 14 Tage gratis prüfen dürfen und danach 9 € im Monat zahlen. Die Laufzeit beträgt 24 Monate.

Bedenklich ist schon, wie auf das Angebot aufmerksam gemacht wird. Der Betroffene denkt aufgrund des Anrufes es sein eine wichtige Nachricht für ihn hinterlegt. Damit ist er natürlich abgelenkt und geht auch nicht davon aus, dass ihn etwaige Kosten treffen könnten. Der Text ist so gestaltet, dass die Mitteilung über das Abo eigentlich gar nicht zu lesen ist aufgrund der Platzierung bzw. der Textfarbe.

Wer hier Post bekommt sollte diese nehmen und zur Verbraucherzentrale gehen oder einen Anwalt aufsuchen. Einfach zahlen sollte man nicht.

Wenn Sie Fragen haben, oder die anwaltliche Hilfe unserer Kanzlei benötigen, können Sie sich unter kiefer@law-expert.info an uns wenden.

▌KWK ▌Rechtsanwälte, RA H. Kiefer ▌
Kanzlei für Neue Medien, Weinrecht, Arbeit und Steuern
Rechtsanwalt Holger Kiefer, Weinstr. Nord 40, 67487 Maikammer,berichtet zum Thema Abofallen und Informationstechnologie

Geschrieben in Abofallen, nachbarschaftspost.com | Keine Kommentare

Beiträge Blog

▌KWK ▌Info ▌

 

August 2008
M D M D F S S
« Jul   Okt »
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031